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Bürger & Geld: News- und Nachrichtenmagazin zu Rente, Grundsicherungsgeld, Sozialleistungen und Finanzen

Der Verein Für soziales Leben e. V. präsentiert hier das News– und NachrichtenmagazinBürger & Geld“ zu den Themen Rente, Neue Grundsicherung für Arbeitsuchende / Grundsicherungsgeld, Familien- und Sozialleistungen sowie Finanzen.
Zusätzlich: aktuelle Informationen, praktische Tipps und Rechner rund um Kindergeld, Wohngeld und mehr.
Wir sind eine gemeinnützige, unabhängige Organisation (NGO)!

Aktuelle Top‑News

Kindergeld 2027 steigt: Warum Grundsicherung – Familien bei der Erhöhung leer ausgehen

Ingo Kosick

Das Kindergeld soll 2027 auf 267 Euro pro Kind steigen. Familien mit Leistungen nach dem SGB II werden die acht Euro monatlich aber meist nicht zusätzlich erhalten, weil das Jobcenter Kindergeld als Einkommen des Kindes anrechnet. Entscheidend ist die individuelle Bedarfsberechnung. Betroffene sollten neue Bescheide deshalb genau prüfen.

23.500 Euro für das Behinderten-Auto bezahlt – dann stirbt der Ehemann, und das Sozialamt bleibt hart

Ingo Kosick

Er pflegt seinen Mann jahrelang zu Hause, gibt dafür seinen Job auf. Dann zahlt das Paar 23.500 Euro aus eigener Tasche für ein Auto mit Rollstuhlrampe – in der Hoffnung, das Amt übernimmt die Kosten später. Doch der Mann stirbt, bevor das Gericht entscheidet. Und plötzlich zählt nicht mehr, wer gepflegt, gezahlt und gekämpft hat – sondern nur noch, auf wessen Konto das Geld lag. Ein Urteil, das zeigt, wie schnell pflegende Angehörige zwischen allen Stühlen sitzen können.

Kinderzuschlag wird 2027 um 25 Euro gekürzt: Abgleiten in die Grundsicherung ist wahrscheinlich!

Ingo Kosick .

Ab 2027 könnte der Kinderzuschlag für viele Familien um bis zu 25 Euro je Kind niedriger ausfallen. Hintergrund ist die geplante Abschaffung des Sofortzuschlags durch das Haushaltsbegleitgesetz 2027. Reichen Kinderzuschlag und Wohngeld dann nicht mehr für den Lebensunterhalt, sollten betroffene Familien prüfen, ob ein Anspruch auf Grundsicherungsgeld besteht.

Aktuelle Nachrichten

Das Kindergeld soll 2027 auf 267 Euro je Kind steigen. Gleichzeitig wächst der Kinderfreibetrag – und damit bleibt die steuerliche Entlastung für hohe Einkommen deutlich größer als die Förderung über Kindergeld. Bei sehr hohen Einkommen könnte sich der Abstand durch die geplante 47-Prozent-Stufe sogar auf rund 127 Euro monatlich erhöhen. Der Regierungsentwurf steht noch im Gesetzgebungsverfahren.

Viele Versicherte haben ihre Lehre im Rentenkonto nicht vollständig oder nicht korrekt erfasst. Berufsausbildungszeiten sind meist Pflichtbeitragszeiten und können bei der Rentenberechnung besonders behandelt werden. Entscheidend ist der Versicherungsverlauf: Wer Lücken oder falsche Angaben entdeckt, sollte 2026 eine Kontenklärung bei der Deutschen Rentenversicherung beantragen.

Auch mit einer Rente von mehr als 1.500 Euro kann noch Wohngeld möglich sein. Eine feste Höchstrente gibt es nicht: Maßgeblich sind Einkommen, Haushaltsgröße, Miete und Mietenstufe. Besonders wichtig ist der Grundrentenfreibetrag für Menschen mit mindestens 33 Jahren an Grundrentenzeiten. Wer Anspruch haben könnte, sollte den Antrag nicht aufschieben, denn Wohngeld wird normalerweise erst ab dem Antragsmonat gezahlt.

Der Erwerbstätigenfreibetrag in der Grundsicherung wird 2027 nicht gekürzt. Dennoch kann er bei steigendem Stundenlohn schneller ausgeschöpft sein, weil die Brutto-Grenzen von 1.200 und 1.500 Euro fest bleiben. Besonders Eltern können den maximalen Freibetrag dadurch bereits bei deutlich weniger Wochenstunden erreichen. Was das für Zuverdienst, Mehrarbeit und die Jobcenter-Anrechnung bedeutet.

Psychische Erkrankungen können junge Erwachsene aus Ausbildung und Beruf werfen – wie im fiktiven Fall des 21-jährigen Ben C. Grundsicherung bietet dann finanzielle Stabilität, während das Jobcenter unter anderem psychosoziale Betreuung, Coaching und berufliche Orientierung vermitteln kann. Entscheidend ist, dass gesundheitliche Grenzen berücksichtigt werden und der Wiedereinstieg realistisch erfolgt. Eine schrittweise Rückkehr in Arbeit kann langfristig erfolgreicher sein als ein zu schneller Start.

Die USA werden oft als Vorbild für eine entschlossenere Rentenpolitik gesehen. Doch auch die Social Security gerät unter Druck: Der Fonds für Alters- und Hinterbliebenenleistungen könnte bereits Ende 2032 seine Rücklagen aufgebraucht haben. Was Deutschland aus dieser Entwicklung lernen kann – und weshalb ein höheres Rentenalter das Problem nicht allein löst.

Eine neue Bielefelder Studie zeigt: Wer bereits mit einer Behinderung lebt, muss beim Reha-Antrag oft doppelt kämpfen – weil neue Beschwerden schlicht übersehen werden.

Ratgeber & Service

Rente – Alles zur gesetzlichen Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente ist der Grundbaustein der Altersvorsorge. Sie sollte so hoch sein, dass Rentner ihren Lebensunterhalt großzügig davon bestreiten können.

Es gibt unterschiedliche Rentenarten. Zu nennen sind etwa die reguläre Altersrente, die Erwerbsminderungsrente, die Witwenrente oder die Unfallrente.

Alle haben unterschiedliche Voraussetzungen. Die Rentenhöhe hängt von individuellen Faktoren ab. Die Rentenauszahlung erfolgt monatlich, meistens im Nachhinein.

Wichtig für Rentner: Jährlich findet eine Rentenerhöhung statt, die nächste zum 1. Juli 2026.

Gegebenenfalls kann die Rente durch die Grundsicherung im Alter ergänzt werden.

Ganz wichtig: die Rente gibt es immer nur auf Antrag. Deshalb hier die Infos zum Rentenantrag!

Grundsicherungsgeld

Voraussetzungen

Bürgergeld wurde zum 1. Juli 2026 zum Grundsicherungsgeld, zur neuen Grundsicherung für Arbeitsuchende. (Vormals war es als Hartz IV bekannt.) Es ist die staatliche Grundsicherung für erwerbsfähige, arbeitsuchende Menschen und ihre Familien in Deutschland. Es setzt sich zusammen aus dem Regelsatz (Regelbedarf), den Kosten der Unterkunft und möglichen Mehrbedarfen. Es wird auf Antrag durch das örtliche Jobcenter ausgezahlt. Einzelheiten hier: Auszahlung und Termine

Zweck des Gesetzes zur Grundsicherung für Arbeitsuchende (ehem. Bürgergeld) ist es, die arbeitsfähigen Menschen nachhaltig in Beschäftigung bzw. Arbeit zu bringen.

Höhe

Der aktuelle Grundsicherungsgeld Regelsatz 2026 beträgt 563 Euro pro Monat für eine alleinstehende, erwachse Person. 2027 wird der die Höhe angepasst werden, so die Prognose unserer Experten für die neue Grundsicherung für Arbeitsuchende!

Der Regelsatz dient der Deckung des alltäglichen Bedarfs. Er wird in unterschiedlicher Höhe ausgezahlt: Alleinstehende, Paare und Kinder erhalten somit keine einheitlichen Summen. Wie hoch ist Ihr individueller Anspruch auf Grundsicherung für Arbeitsuchende? Nutzen Sie den Grundsicherungsgeld Rechner!

Antrag

Bürgergeld muss beantragt werden. Wichtig ist, dass der Antrag auf Grundsicherungsgeld rechtzeitig gestellt wird. Rückwirkung kommt ihm grundsätzlich nicht zu.

Einkommen und Vermögen bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende / Grundsicherungsgeld werden Einkommen und Vermögen grundsätzlich auf den Anspruch angerechnet. Allerdings gibt es Einkommensfreibeträge und Vermögensfreibeträge. Letzte werden auch Schonvermögen genannt.

Familie & Kinder – Leistungen und Unterstützung

Für Familien besonders wichtig sind der Unterhalt oder der Unterhaltsvorschuss sowie das Kindergeld, der Kinderzuschlag sowie das Wohngeld.

Finanzen & Sozialleistungen im Überblick

Der Bereich Finanzen vor sozialen Hintergrund umfasst u.a. die Leistungen Arbeitslosengeld, Wohngeld und Pflegegeld. Menschen mit Schwerbehinderung erhalten finanzielle Nachteilsausgleiche.

Über Bürger & Geld

Bürger & Geld ist das Online‑Nachrichtenmagazin des gemeinnützigen Vereins „Für soziales Leben e. V. aus Lüdinghausen (NRW). Mehr über unser Selbstverständnis, unsere Finanzierung und Arbeitsweise erfahren Sie auf unserer Seite „Über uns“. Unser Redaktionsteam bereitet komplexe Sozial‑ und Finanzthemen rund um neue Grundsicherung, Rente, Familie und Finanzen verständlich, unabhängig und praxisnah auf. Wenn Sie Fragen, Hinweise oder eigene Erfahrungen teilen möchten, können Sie uns jederzeit kontaktieren. Alle rechtlichen Angaben finden Sie im Impressum sowie in unserer Datenschutzerklärung.

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